Goldankauf: So funktioniert es

Goldankauf bezeichnet den Ankauf von Gold in Form von Barren und Münzen, bezieht jedoch auch andere goldhaltige Gegenstände wie Goldschmuck, Altgold und Goldreste mit ein. Viele Privatpersonen nutzen dieses Angebot, um alten Schmuck wiederzuverwerten oder den Feingoldgehalt von einem Experten ermitteln zu lassen. Neben Gold kaufen viele Händler auch andere Materialien wie Platin und Silber an.

Ablauf des Ankaufs

Der Ankauf sollte im besten Fall immer persönlich und vor Ort stattfinden. Einige Händler bieten allerdings auch das Einschicken von Gegenständen an. Der Mitarbeiter ermittelt den Feingoldgehalt und schließt dadurch auf den Ankaufswert. Die Prüfschritte sollten vor den Augen des Kunden stattfinden und diesem erklärt werden – vor allem dann, wenn es sich um sentimental behafteten Schmuck handelt. Neben dem Feingoldgehalt sollten auch Edelsteine und der historische Wert beachtet werden, den viele goldhaltige Gegenstände haben. Ist der Verkäufer mit dem Angebot einverstanden, so wird das Geld ausgezahlt und der Käufer schickt die Gegenstände daraufhin in der Regel an Edelmetall-Scheideanstalten weiter. Dort wird das Feingold von anderen Bestandteilen getrennt und kann anschließend in Industrie und Handwerk weiterverwendet werden.

Ermittlung des Feingoldgehalts

Um herauszufinden, wie viel der goldhaltige Gegenstand wert ist, muss der Feingoldgehalt ermittelt werden. Zusätzlich ist zu überprüfen, ob es sich um echtes Gold oder unedle Metalle handelt. Der Feingoldgehalt kann mithilfe einer Stichprobe oder einer Röntgenfluoreszenzanalyse ermittelt werden. Vor allem die Stichprobe bringt ein gewisses Risiko mit sich, sollte also nur von Experten durchgeführt werden. Allgemein lohnt es sich, sich im Internet über den gewählten Ankäufer zu informieren. Denn die verwendeten Verfahren verlangen viel Sorgfalt, sonst erhält man falsche Ergebnisse. Vor allem in Großstädten gibt es oft viele Experten. So lohnt sich zum Beispiel der Goldankauf in Berlin.

Stichprobe

Diese Methode schädigt den Gegenstand nachhaltig und wird deshalb nur selten verwendet. Der Händler prüft die Echtheit und den Feingehalt des Goldes durch die chemische Reaktion zwischen einer Säure und einer kleinen abgeriebenen Menge des Materials. Wenn sich das abgeriebene Material unter der Säure gar nicht oder nur leicht verändert, ist das Ergebnis positiv und der Feingoldgehalt vermutlich relativ hoch. Wenn sich der Abrieb auflöst, handelt es sich um Material mit niedrigem Feingoldgehalt oder um unedles Metall. Aufgrund der durch das Abreiben entstehenden Kratzer im Gegenstand zählt das nicht zu den zerstörungsfreien Methoden. Vor allem bei Anlagegold kann sie daher nicht genutzt werden, da beschädigte Barren oder Münzen ihre Wiederverkäuflichkeit verlieren.

Röntgenfluoreszenzanalyse

Hierbei handelt es sich um eine zerstörungsfreie Methode. Sie hinterlässt keine Kratzer oder andere Schäden auf den goldhaltigen Gegenständen. Der Nachteil dieses Verfahrens liegt allerdings darin, dass die Eindringtiefe der Röntgenstrahlen bei Edelmetallen relativ gering ist und aus diesem Grund mitunter falsche Ergebnisse liefern. Gegenstände, die nur vergoldet wurden, können nur durch viel Erfahrung auch als solche erkannt werden.

Weitere Methoden

Vor allem bei der Prüfung von Anlagegold dürfen keine Beschädigungen entstehen; gleichzeitig müssen die Ergebnisse aber extrem genau sein. Dafür haben sich in den letzten Jahrzehnten mehrere Verfahren entwickelt, die das genaue Prüfen von Gold beziehungsweise Edelmetallen ermöglichen.

  • Dichtemessung: Diese Methode basiert auf dem archimedischen Prinzip und ermittelt die Echtheit von Materialien aufgrund der unterschiedlichen Volumen im Vergleich zum Gewicht.
  • Ultraschallmessung: Mithilfe von Messungen der Schalllaufzeit beim Prüfen von Gegenständen werden Rückschlüsse auf die Legierung gemacht. Durch die Ermittlung der Dichte können Rückschlüsse auf das Material gemacht werden.
  • Magnetwaage: In diesem Fall wird der Magnetismus von Metallen und Legierungen genutzt. Die Prüfung der Echtheit basiert auf dem Verhalten der Gegenstände gegenüber der Magnetwaage. Feingold und Silber werden aus dem Magnetfeld herausgedrängt, während Fälschungsmaterialien wie Wolfram und Iridium in das Magnetfeld hineingezogen werden.