Im Einzelhandel ist der Ladendiebstahl immer noch ein ernstzunehmendes Problem, welches jedes Jahr hohe Schäden verursacht. Ladendiebstähle, ob in Einzelhandelsgeschäften, Kaufhäusern oder Supermärkten, bedeuten finanzielle Verluste und sie beeinträchtigen ebenfalls die Sicherheit sowie das Vertrauen von Kunden und Mitarbeitern.
Man sagt, dass Langfinger im deutschen Einzelhandel für Milliardenschäden sorgen und die Zahlen sogar steigen. Ein Grund sollen die sogenannten SB-Kassen sein, aber es ist auch von klauenden Senioren und Familien die Rede.
Immer noch sehen viele Ladendiebstahl als ein eher kleineres Kavaliersdelikt. Vor allem dann, wenn von großen Einzelhandelsketten oder Drogerien die Rede ist. Doch das ist natürlich keine richtige Sichtweise, wenn man die großen Schäden betrachtet, die durch Ladendiebstahl entstehen.
Leider musste aber auch festgestellt werden, dass es immer mehr Leute gibt, die sich bestimmte Dinge nicht mehr leisten können oder wollen. Zum Teil wohl aus Protest gegen die steigenden Preise. Es ist die Rede davon, dass immer öfters Senioren oder Familien klauen würden. Und betroffen von Ladendiebstahl sind alle wichtigen Einzelhandelsbranchen.
Geht es um die Verluste im Einzelhandel, sollen diese hauptsächlich durch die Kundschaft und zu einem relativ großen Teil auch durch Mitarbeiter entstehen. Der restliche Schaden kommt durch beispielsweise Servicekräfte, Lieferanten oder organisatorische Fehler (z.B. falsche Preisauszeichnungen) zustande. Ein größeres Thema im Zusammenhang mit Kundendiebstahl ist die gewerbsmäßig organisierte Vorgehensweise. Also dann wenn der Diebstahl von beauftragten Einzeltätern oder Banden verübt wird.
Was ist besonders bei Dieben gefragt?
Besonders gefragt bei Dieben sind Markenkleidung, alkoholische Getränke, Elektrogeräte, Turnschuhe als auch Tabakwaren. Drogeriemärkte sind dazu stärker von Diebstahl betroffen, denn es gibt dort etliche kleinere und teurere Waren, welche gerne gestohlen werden, wie zum Beispiel Kosmetik, Parfüms, Rasierklingen oder Babynahrung.
Warum kann eine Detektei bei Ladendiebstahl eine große Hilfe sein?
Möchte man gegen Ladendiebstahl vorgehen, kann eine Detektei präventiv und operativ unterstützen sowie auch Beweise sichern. So könnte man dafür auch eine Detektei aus Hamburg beauftragen. Es ist nur dabei wichtig, dass alles rechtlich korrekt abläuft. Geht es um Prävention, können Detektive typische Schwachstellen im Geschäft analysieren, wie beispielsweise unübersichtliche Regale, schlecht einsehbare Bereiche oder fehlende Kontrollen. Daraus wiederum können sich konkrete Maßnahmen ergeben wie eine bessere Warenplatzierung, Mitarbeiterschulungen oder der gezielte Einsatz von Sicherheitspersonal.
Das Ziel dabei ist, mögliche Gelegenheiten für Diebstahl zu reduzieren. Für die Observation in Geschäften können Ladendetektive (häufig in Zivil) sich unauffällig in Verkaufsräumen bewegen sowie auf verdächtiges Verhalten achten. Sie sind darauf geschult, typische Muster zu erkennen, ohne unnötig Kunden zu belästigen/zu verdächtigen. Oft können dadurch Diebstähle direkt beobachtet und verhindert werden. Außerdem ist es möglich, dass Detektive, wenn sie jemanden auf frischer Tat stellen, also ein Diebstahl eindeutig beobachtet wurde, den Täter nach dem Passieren der Kasse ansprechen. Denn in Deutschland gilt das sogenannte Jedermann-Festnahmerecht (§ 127 StPO), welches erlaubt, eine Person bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Das allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen! Professionelle Detekteien kennen diese Grenzen aber genau.
Detektive dokumentieren Vorfälle sorgfältig (z.B. Beobachtungsprotokolle, Videoauswertungen). Solche Beweise können wichtig sein, falls ein Vorfall zur Anzeige gebracht wird oder vor Gericht landet. Und wie schon weiter oben kurz erwähnt, sind es nicht nur Kunden, sondern auch Mitarbeitende, die für Verluste verantwortlich sein können. Detekteien können hier diskret ermitteln, beispielsweise durch gezielte Beobachtungen oder Testkäufe, ohne den Betriebsfrieden unnötig zu stören. Einige Detekteien bieten auch Sicherheitskonzepte an. Denkbar ist eine Kombination aus Technik (z.B. Kameras, Warensicherung) und Personal, welche an die Größe und Art des Geschäfts angepasst wird.
Bei allen Maßnahmen und Vorgehensweisen immer Grenzen und geltendes Recht einhalten
Auch wenn der Verlust von Besitz und Waren durch Diebstahl Unrecht ist, sollten trotzdem bei allen Maßnahmen und Vorgehensweisen immer Grenzen und geltendes Recht eingehalten werden! So haben Detektive zum Beispiel keine Sonderrechte wie die Polizei. Auch muss der Datenschutz (z. B. bei Videoüberwachung) strikt eingehalten werden und unbegründete Verdächtigungen können rechtliche Folgen haben. Wegen Geringfügigkeit werden viele Verfahren eingestellt Gemäß der polizeilichen Kriminalstatistik steigen zwar die Schadenssummen, aber die Zahl der angezeigten Fälle soll sinken.
Allerdings gibt eine hohe Dunkelziffer und sehr viele Fälle bleiben daher wohl unentdeckt, auch hinsichtlich Diebstahl im eigenen Betrieb. Viele Händlern erwarten, dass der Kundendiebstahl weiter zunimmt. Es wird gesagt, dass der Personalmangel sowie lange Öffnungszeiten die Überwachung erschweren. Dazu werden immer weniger Taten entdeckt oder angezeigt. Das soll auch mit daran liegen, weil sich der Aufwand häufig nicht lohnt. Wegen Geringfügigkeit werden viele Verfahren eingestellt. So sollen viele Händler frustriert sein, weil selten Anzeigen zu Verurteilungen sowie zu Sanktionierungen der Täter führen. Es ist die Rede davon, dass die Politik härter durchgreifen müsste. Erschreckend dabei ist, dass die Gewaltbereitschaft durch Ladendiebe zugenommen hat. Immer öfters würden Mitarbeiter angegriffen. Einige Unternehmen haben die Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen erhöht und viel Geld für Prävention ausgegeben, vor allem für Schulungen des Personals.